Während einer vergangenen Übung von Böllerschussanlagen wurden zwei Polizisten im Dienst teils schwerwiegend verletzt. Dass die Innenbehörde von einem erfolgreichen Warntag spricht, ist vor diesem Hintergrund fragwürdig. Es braucht modernes und sicheres Warngerät.
Dazu erklärt Stefan Bereuter, Sprecher für den öffentlichen Dienst der CDU-Fraktion: „Funktionierende Warnsysteme sind für Hamburg in heutigen Zeiten unerlässlich. Allerdings erscheint das Verletzungsrisiko bei den inzwischen jahrzehntealten Böllerschussanlagen erheblich. Der Senat bewerte laut eigener Aussage die generelle Wirksamkeit von Böllerschüssen im Warnmittelmix bei Personen im Hafen neu. Laut einer Anfrage (siehe Anhang) an den Senat ist die Nutzung der Böllerschussanlagen gemäß einer Anweisung aus der Polizeiführung bis auf Weiteres untersagt. Es braucht nun schnellstmöglich Lösungen für moderne Warnsysteme, die nicht auf Strom, das Internet oder ein Mobilfunknetz angewiesen und sicher in ihrer Handhabung sind. Den zwei im Dienst verletzten Polizeibeamten gilt es schnell und unbürokratisch zu helfen. Sie sind im Zuge ihrer Pflichterfüllung teils schwer verletzt worden, hierfür gebührt ihnen die volle Unterstützung ihres Dienstherrn.“
