Noch in der gestrigen Sondersitzung der Bürgerschaft hat Bürgermeister Tschentscher die Gefahr eines nahen Endes der Impfkampagne in Hamburg heraufbeschworen, da Lieferungen des Herstellers Astrazeneca angeblich seit Wochen ausblieben. Öffentlich zugänglichen Quellen kann jedoch entnommen werden, dass schon am Dienstag eine Lieferung von über 21.000 Astrazeneca-Impfdosen Hamburg erreicht hat. Am selben Tag hat Hamburg zusätzlich noch 23.400 Biontech-Impfdosen erhalten. Eine Woche zuvor sind bereits 14.400 Astrazeneca und 23.400 Biontech-Impfdosen eingetroffen. Damit hat Hamburg am gestrigen Tag über deutlich mehr Impfstoffdosen verfügt, als für die Zweitimpfung aller bisher nur einmal Geimpften nötig wäre.

Dazu Stephan Gamm, gesundheitspolitischer Sprecher der CDU-Fraktion: „Die Bekämpfung der Corona-Pandemie ist zu bedeutsam, als dass man sie für den eigenen Wahlkampf instrumentalisieren darf. Doch genau das ist gestern in der Bürgerschaft geschehen. Dabei sind die Zahlen eindeutig. Hamburg hat in den vergangenen 1 ½ Wochen weit über 80.000 Impfdosen geliefert bekommen. Das ist mehr, als derzeit auf Basis des Krisenmanagements von SPD und GRÜNE verimpft werden kann. Die Schuldzuweisung an die Bundesregierung und das plumpe Schwarze-Peter-Spiel des Bürgermeisters läuft somit ins Leere. Die Menschen hoffen auf einen schnellen Fortschritt bei den Impfungen, um möglichst bald ihre Freiheiten wieder uneingeschränkt leben zu können. Diese Verwirrspielchen des rot-grünen Senats mit den Ängsten und Hoffnungen der Menschen in unserer Stadt sind im höchsten Maße unhanseatisch und müssen aufhören. Es kann nicht sein, dass bereits gelieferte Impfstoffe weiterhin eingelagert werden. Jeder Impfstoff, der im Lager liegt, statt verimpft zu werden, verlängert die Pandemie unnötig.“

Lieferdaten: www.impfdashboard.de/daten

Impfdaten: www.rki.de