Hamburgs Antisemitismusbeauftragte Anna von Villiez hat den geplanten Auftritt der palästinensischen DJ Sama’ Abdulhadi beim Habitat Festival scharf kritisiert. Hintergrund sind wiederholte öffentliche Äußerungen der Künstlerin, in denen sie das Hamas Massaker vom 7. Oktober als „palästinensischen Widerstand“ bezeichnet und Narrative des israelbezogenen Antisemitismus übernimmt.

Dazu Dennis Thering, Vorsitzender der CDU Fraktion: „Ich unterstütze Hamburgs Antisemitismusbeauftragte Anna von Villiez in ihrer klaren Haltung voll und ganz. Es ist bemerkenswert und zugleich erschütternd, dass sie sich überhaupt öffentlich zu einem einzelnen DJ Auftritt äußern muss. Dass eine staatliche Beauftragte gezwungen ist, auf offener Bühne Antisemitismus zu benennen, zeigt vor allem eines: Der rot grüne Senat handelt nicht. Er schaut zu, obwohl es seine Aufgabe wäre, konsequent einzuschreiten und einen solchen Auftritt zu untersagen.

 

Die Veranstalter versuchen, zwischen der politischen Haltung der Künstlerin und ihrer musikalischen Performance zu trennen. Doch diese Argumentation greift nicht. Antisemitismus ist keine legitime Meinung, sondern eine menschenfeindliche Ideologie. Und er ist auch nicht durch die Kunstfreiheit gedeckt. Wer das Hamas Massaker relativiert oder als Teil eines angeblichen Widerstands verklärt, überschreitet eine rote Linie.

 

Es reicht nicht, wenn Bürgermeister Tschentscher immer wieder sagt, dass in Hamburg kein Platz für Antisemitismus sei. Worte allein schützen niemanden. Wenn er es ernst meint, muss er jetzt handeln und den Auftritt untersagen. Alles andere wäre ein fatales Signal, für jüdisches Leben in unserer Stadt und für die Glaubwürdigkeit politischer Verantwortung. Hamburg braucht Klarheit, Haltung und Konsequenz. Die Antisemitismusbeauftragte hat diese gezeigt. Jetzt ist der Senat am Zug.“

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