In den kommenden Jahren muss die Elbchaussee, auf der täglich rund 20.000 Autos unterwegs sind, grundsaniert werden, bis zum Jahr 2027 sollen die Bauarbeiten dauern. Die Sanierung dieser stark befahrenen Strecke ist für sich gesehen schon eine Herausforderung – in Kombination mit den zeitgleich geplanten Großbaustellen im Umfeld birgt sie das Potential für einen jahrelangen Verkehrskollaps in Hamburgs Westen: Die B 431 ist als einzige Ausweichroute durch den A7-Deckelbau stark beeinträchtigt. Zeitgleich wird auch noch die geplante Fernwärmetrasse vom Süden der Elbe nach Stellingen quer durch die Quartiere, alle Ost-West-Achsen schneidend, gebaut. Die CDU-Bürgerschaftsfraktion fordert deshalb in einem Antrag in der morgigen Sitzung der Hamburgischen Bürgerschaft u.a. ein optimiertes Konzept zur Baustellenplanung für die Elbchaussee mit dem Ziel, die Dauer der Baumaßnahmen deutlich zu verkürzen. Auch eine höhere Frequenz der S-Bahn Verbindung Richtung Wedel muss für diese Zeit vorgesehen werden.

Dazu erklärt Dr. Anke Frieling, stadtentwicklungspolitische Sprecherin der CDU-Fraktion: „Es fragt sich, wie eine derartige Planung im Hinblick auf die Baustellenkoordination überhaupt zu Stande kommen kann. Wenn es aber tatsächlich notwendig sein sollte, auf allen Ost-West-Hauptrouten zeitgleich zu bauen, dann muss die schnelle, optimierte Durchführung der Elbchaussee-Sanierung höchste Priorität haben. Mit der jetzigen Planung plus den üblichen Verzögerungen liegt die Dauer für die Elbchaussee-Baumaßnahme allerdings bei acht bis neun Jahren. Dass derartige Bauvorhaben an neuralgischen Strecken auch anders organisiert werden können, hat Hamburg selbst bei der Sanierung der Stresemannstraße gezeigt. Mit stringenter Bauplanung und einem echten Konzept der Verkehrskoordination ist eine zügige Instandsetzung und Wiederherstellung der Straße möglich.“