Heute hat der Aufsichtsrat der Wärme Hamburg GmbH eine Reduzierung der Kohleverbrennung im Heizkraftwerk Wedel beschlossen. Im Rahmen einer Selbstverpflichtung beabsichtigt die Wärme Hamburg den Kohleeinsatz ab sofort um 20 Prozent und ab 2023 um mindestens 30 Prozent pro Jahr reduzieren.

Dazu erklärt Stephan Gamm, klima- und energiepolitischer Sprecher der CDU-Fraktion: „Trotz aller Versprechen hat es Senator Kerstan in fast 6 Jahren nicht geschafft, eine umfassende Lösung für den Ersatz des ältesten Kohlekraftwerkes in Wedel herbeizuführen. Jetzt wurde eine energiepolitische Entscheidung getroffen, die nicht mehr ist als eine homöopathische Maßnahme mit grünem Anstrich. Einziger Zweck dieser Entscheidung besteht darin, den berechtigten Eindruck zu durchbrechen, dass nach jahrelangem Stillstand endlich wieder politisch gehandelt wird. Alle Fernwärmekunden sollten jedoch alarmiert sein, dass in der Erklärung zwar von Versorgungssicherheit, nicht aber von Preissicherheit gesprochen wird. Nach dem drohenden Ausfall von 30 Mio. Euro aus dem bislang fest eingeplanten Kohleersatzbonus muss die Wärme Hamburg nun einen weiteren erheblichen Schlag verkraften. Die angekündigte Drosselung des Kohleeinsatzes wird die Wirtschaftlichkeit des Unternehmens zusätzlich erheblich belasten. Einzige Möglichkeit eine Schieflage zu vermeiden, besteht in einer Kompensation durch Erhöhung der Preise für die Endkunden. Darüber hinaus ist mehr als fraglich, ob die angekündigten Reduzierungen beim Kohleeinsatz überhaupt eingehalten werden können. Bislang haben sich seit dem ersten rot-grünen Koalitionsvertrag in 2015 alle Aussagen von Senator Kerstan in Bezug auf die Zukunft des Kraftwerks Wedel als falsch erwiesen. Die CDU-Fraktion hat immer eine ganzheitliche und vollständige Lösung eingefordert und hierzu eigene Konzeptvorschläge eingebracht. Die nun angekündigte Drosselung des HKW Wedel nutzt weder den Menschen noch dem Klima. Sie ist daher einzig als politisches Baldrian für die eigene Wählerklientel und den unzufriedenen grünen Parteifreunden in Schleswig-Holstein zu verstehen.“