Elektroschrott vor den Recyclinghöfen in Hamburg sammeln und illegal nach Afrika verschiffen – das gehört nun der Vergangenheit an. SPD und Grüne sind nach einem Antrag der CDU-Fraktion zum Handeln aufgefordert.

Dazu Sandro Kappe, umweltpolitischer Sprecher der CDU-Fraktion: „An den Zufahrten der Recyclinghöfe werden Kunden durch illegale Elektrogeräte-Sammler oftmals überredet, ihre ausgedienten oder defekten Elektrogeräte abzugeben. In der Regel werden die Altgeräte gewerbsmäßig gehandelt und häufig in afrikanische oder osteuropäische Länder exportiert. Dort werden vorübergehend selbst gebrauchsfähige Geräte früher oder später unter katastrophalen Umweltbedingungen als Abfall verarbeitet. Dies geschieht nicht selten durch besonders arme Menschen, die bei der Verarbeitung, um z.B. wertvolles Kupfer zu separieren, ihre Gesundheit riskieren.

Die CDU stellte dazu einen Antrag, der im Umweltausschuss debattiert wurde. Im Umweltausschuss versicherten Vertreter der SPD und Grünen außerdem, dass Recyclinghöfe zukünftig mit Warteschleifen innerhalb statt außerhalb der Höfe ausgestattet werden. So können autofahrende Besucher gar nicht erst angesprochen werden. Zudem soll es Flyer, Hinweisschilder und Website-Hinweise zur Sensibilisierung geben.

Nach der fünften Kleinen Anfrage des Abgeordneten Sandro Kappe zur Sache, stellte der rot-grüne Senat außerdem seine Reaktionen dar:

– Vor dem Recyclinghof Schwarzer Weg wurde einem Sammler sein städtischer Lagerraum zu Ende Januar 2022 gekündigt.

– Den Sammlern vor dem Recyclinghof Wilma-Witte-Stieg wurden mehrfach Betretungsverbote ausgesprochen. Diese mussten teilweise durch die Polizei durchgesetzt werden. Strafanträge wurden mehrmals gestellt. Zudem sollen Parkverbotsschilder aufgestellt werden, sodass illegal agierende Sammler ihre Sammelbehälter nicht aufstellen können. 

– Für diese und die übrigen Recyclinghöfe soll die Polizei in unregelmäßigen Abständen Kontrollen durchführen.

Das illegale Sammeln von Elektroschrott muss in Hamburg beendet werden. Die gesundheitlichen Belastungen für die Arbeiter, darunter auch Kinder, sind gefährlich hoch. Da häufig ohne jegliche Umweltauflagen gearbeitet wird, werden in den Zielländern durch das Verbrennen und die Verarbeitung hochgiftige Schadstoffe in der Luft, im Boden und im (Grund-)Wasser freigesetzt.“

Gemeinsam können
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