Zum Vorhaben der Grundinstandsetzung Wellingsbütteler Landstraße erhielt der rot-grüne Senat etwa 1000 Rückmeldungen von Anwohnerinnen und Anwohnern. Die Beteiligung der Bürgerinnen und Bürger wurde von der CDU-Fraktion lange forciert.

Dazu Richard Seelmaecker, verkehrspolitischer Sprecher der CDU-Fraktion: „Es ist erfreulich, dass unserer Kritik am Vorhaben nunmehr Rechnung getragen wird. Gerade die Einbeziehung der Wünsche und Anregungen der Anwohner ist für die zukünftige Akzeptanz gegenüber den Umbaumaßnahmen nötig und muss im weiteren Planungsprozess gewährleistet sein.

Knapp 1000 Rückmeldungen aus den Reihen der Anwohnerinnen und Anwohner zeigen, wie wichtig eine Korrektur der rot-grünen Planungen für die Wellingsbütteler Landstraße ist. Besonders deutlich wurde dabei, dass Kfz- und Radverkehr sich nicht gegenseitig ausbremsen dürfen. Rot-Grün sei davor gewarnt, ideologiegetrieben den Radverkehr auf die Fahrbahn der Wellingsbütteler Landstraße zu verlegen.

Für die Akzeptanz vor Ort ist außerdem der Erhalt der Stellplätze ein entscheidender Faktor. Der Parkdruck darf sich vor dem Hintergrund der langen Bauphase nicht noch weiter verschärfen.

Damit es während der Bauarbeiten nicht zu einem Verkehrsinfarkt kommt, müssen Umleitungsrouten unter anderem durch die Wiedereröffnung der Durchfahrtsmöglichkeiten über den Friedhof denkbar sein. Selbstverständlich muss auch die Erreichbarkeit von Rettungsdienst, Feuerwehr und Müllabfuhr stets gewährleistet werden.“

Dazu Martina Lütjens, Bezirksabgeordnete aus Klein Borstel: „Gute Verkehrsplanung ist in Klein Borstel fehl am Platz. Die Bauzeitverschiebung mag vielleicht sinnvoll sein, aber es fehlt immer noch an einem Verkehrskonzept für das Nadelöhr Klein Borstel. Der Verkehrsinfarkt ist hier vorprogrammiert. Auch nach mehrmaligen Nachbessern sehe ich hier keine positive Änderung. Lieferverkehre müssen weiterhin ihre Ziele in Klein Borstel erreichen. Auch ein Konzept für einen möglichen Busersatzverkehr, bei Ausfall der S-Bahn, sollte erstellt werden. Welche Regelungen es für die Albert-Schweitzer-Schule und das Albert-Schweitzer-Gymnasium gibt ist unklar. Eine Betrachtung der Schulwege muss unbedingt erfolgen.

Die geplanten Bauarbeiten sollen bis 2027 andauern. Das ist eine tägliche Belastung für Bürgerinnen und Bürger. Wir fordern den rot-grünen Senat auf, diesen Zeitraum nach Kräften zu verkürzen. Anwohnerinnen und Anwohner dürfen nicht jahrelang unter den zähen Planungen von SPD und Grünen leiden.“