Zu der Neuorganisation der Straßensozialarbeit durch den rot-grünen Senat erklärt Andreas Grutzeck, sozialpolitischer Sprecher der CDU-Fraktion: „Es grenzt schon an Dreistigkeit, wie unverfroren die Sozialbehörde ihr Scheitern bei der Neukonzeption der Straßensozialarbeit als Erfolg umzudeuten versucht. Im Jahr 2020 angekündigt, nach Jahren der Analyse im Herbst 2025 durch Ausschreibung endlich in die Umsetzung gebracht, scheitert der Senat nun mangels Angeboten von freien Trägern. Hatte man zum Jahresbeginn die Straßensozialberatung aus dem Aufgabenspektrum der sozialen Beratungsstellen im Bezirk Mitte herausgelöst, geht die Aufgabe nun doch wieder auf die bezirkliche Ebene zurück. Strukturen müssen erneuert, vertieft und in Altona erst aufgebaut werden, Stellen ausgeschrieben und besetzt werden, um dann irgendwann, am Ende über ein halbes Jahrzehnt nach Ankündigung mit mindestens doppelt so vielen Obdachlosen mit multiplen Problemlagen wie zum Zeitpunkt der Ankündigung vor größeren Problemen zu stehen als je zuvor. Es muss wie Hohn in den Ohren der Betroffenen und ihrer Helfer klingen, wenn Sozialsenatorin Melanie Schlotzhauer betont, dass man sich mit der Verfestigung von Obdachlosigkeit nicht abfinde, während man genau diese Verfestigung in den Jahren des nun gescheiterten Findungsprozesses forciert hat.“
