Schulsenator Rabe soll für die SPD-geführten Bundesländer der Kultusministerkonferenz (KMK) einen Vorschlag für den Wechselunterricht aus Präsenz- und Fernunterricht erarbeiten.

Dazu erklärt Birgit Stöver, schulpolitische Sprecherin der CDU-Fraktion: „Da wird der Bock zum Gärtner gemacht. Ausgerechnet Schulsenator Rabe, der seit Monaten in Hamburg planlos agiert und sich weigert einen schlüssigen Corona-Notfall-Stufenplan mit Wechselunterricht vorzulegen, soll nun für die SPD-geführten Bundesländer der Kultusministerkonferenz einen entsprechenden Plan ausarbeiten. Bisher war es immer Rabe, der auf die Kultusministerkonferenz warten wollte. Bei seinen Maßnahmen (Stufen) rechnet er sich die Inzidenzwerte – wie in der Vergangenheit schon die Abiturnoten – schön: Er hält erst ab einem Sieben-Tage-Wert von mehr als 200 Neuinfektionen pro 100.000 Einwohner den Wechselunterricht ab Klasse 11 für möglich. Es ist völlig rätselhaft, wie er zu dieser hohen Zahl kommt und wie sich das mit den bisherigen avisierten Höchstwerten deckt. Dies ist unzureichend, wer so agiert und willkürlich immer neue Zahlen in den Raum stellt, der verliert das Vertrauen der Menschen. Anstatt sich bei der Anwendung des Stufenplans auf Regionen zu konzentrieren, sollten die jeweiligen Maßnahmen an die Infektionswerte der einzelnen Schulen gekoppelt werden. Dies fordern wir als CDU-Fraktion schon lange vom Schulsenator ein. Hotspots sollten nicht bezirksweit, sondern pro Schule betrachtet werden. Es bleibt dabei: Für die hohen Infektionszahlen, die wir derzeit in Hamburg leider haben, ist von Schulsenator Rabe nichts vorbereitet worden. Erst jetzt soll dies nachgeholt werden, viel zu spät. Schulen, Schüler, Lehrer und Eltern sind viel zu lange alleine gelassen worden.“