Kein junger Mensch sollte mehr ohne Perspektive die Schule verlassen – doch die Zahl der Jugendlichen im sogenannten Übergangssystem steigt weiter. Das ist ein alarmierendes Signal. Hamburgs Produktionsschulen benötigen endlich eine Finanzierung nach Bedarf und dürfen nicht immer weiter gedeckelt werden.
Dazu erklärt Birgit Stöver, bildungspolitische Sprecherin der CDU-Fraktion: „Die Hamburger Produktionsschulen leisten seit Jahren unverzichtbare Arbeit: Sie bieten praxisnahe Qualifizierung, ermöglichen Schulabschlüsse und eröffnen realistische Wege in Ausbildung und Beruf – insbesondere für junge Menschen mit schwierigen Startbedingungen. In betriebsnahen Strukturen sammeln sie echte Arbeitserfahrungen, stärken ihre Kompetenzen und gewinnen neues Selbstvertrauen.
Umso unverständlicher ist es, dass Plätze gedeckelt, Zugänge erschwert und Finanzierungen immer wieder nur befristet zugesichert werden. Wer Wirkung will, darf Angebote nicht künstlich begrenzen. Produktionsschulen brauchen eine auskömmliche, verlässliche und bedarfsgerechte Finanzierung – keine Deckelung nach Kassenlage. Die CDU-Fraktion hat sich in der Vergangenheit bereits mehrfach für die Absicherung der Produktionsschulen eingesetzt, zuletzt in einem Bürgerschaftsantrag (Drs. 23/1584), der am 19. Februar 2026 um 17 Uhr im Schulausschuss der Hamburgischen Bürgerschaft beraten wird.
Gerade angesichts des Fachkräftemangels kann es sich Hamburg nicht leisten, Potentiale ungenutzt zu lassen. Investitionen in Produktionsschulen sind Investitionen in persönliche, gesellschaftliche Teilhabe und wirtschaftliche Zukunft.
Rot-Grün ist jetzt gefordert, Planungssicherheit zu schaffen, bürokratische Hürden abzubauen und den Erwerb von Schulabschlüssen ausdrücklich zu stärken. Junge Menschen brauchen Rückhalt statt Hürden – und Produktionsschulen die Unterstützung, die sie verdienen.“
