Der rot-grüne Senat redet gern von Internationalität und Exzellenz – die Realität an Hamburgs Hochschulen sieht laut einer SKA der CDU-Fraktion jedoch anders aus. Für eine Stadt, die sich als „Tor zur Welt“ versteht, ist das Angebot an englischsprachigen Studiengängen nach wie vor viel zu gering, insbesondere im Bachelorbereich.
Dazu erklärt Anna von Treuenfels-Frowein, wissenschaftspolitische Sprecherin der CDU-Fraktion: „Dass an der Universität Hamburg gerade einmal ein einziger vollständig englischsprachiger Bachelorstudiengang existiert, zeigt deutlich, wie groß die Lücke zwischen Anspruch und Wirklichkeit ist. Auch der Anteil englischsprachiger Lehrveranstaltungen bleibt vielerorts überschaubar und reicht nicht aus, um im internationalen Wettbewerb zu bestehen.
Wer internationale Talente gewinnen will, muss ihnen auch ein entsprechendes Studienangebot bieten und zwar frühzeitig im Studium, nicht erst im Master. Gleichzeitig fehlt es den Hochschulen weiterhin an einer auskömmlichen Finanzierung, um solche Angebote flächendeckend und qualitativ hochwertig auszubauen. Von Exzellenz zu sprechen, aber die strukturellen Voraussetzungen dafür nicht zu schaffen, passt nicht zusammen.
Die grüne Wissenschaftssenatorin braucht eine klare Strategie, um den Wissenschaftsstandort Hamburg zu internationalisieren, das heißt englischsprachige Studiengänge zu fördern. Dies geht nur durch eine solide Finanzierung der Hochschulen. Beides ist derzeit nicht erkennbar.“
