Die CDU-Fraktion sieht eine weitgehende Abschaffung von Minijobs als fragwürdig an. In der aktuellen Diskussion wird speziell der Gastronomie- und Hotelsektor vor große Herausforderungen gestellt.

 

Dazu erklärt Nikola Tunići, Sprecher für Gastronomie in der CDU-Fraktion: „Gerade in der Gastronomie, im Catering und auch im Veranstaltungswesen innerhalb von Hotelbetrieben sind Arbeitgeber auf flexible Beschäftigungsmodelle angewiesen, um Auftragsspitzen, Veranstaltungen und saisonale Schwankungen bewältigen zu können.

Gleichzeitig gibt es viele Menschen, die bewusst in einem Minijob arbeiten möchten, sei es neben dem Studium, im Ruhestand oder zur Ergänzung ihres Einkommens. Diese Form der Beschäftigung bietet sowohl Arbeitnehmern als auch Arbeitgebern die notwendige Flexibilität.

Eine pauschale Überführung von Minijobs in sozialversicherungspflichtige Beschäftigungsverhältnisse würde insbesondere die Gastronomie und Veranstaltungsbranche vor erhebliche Herausforderungen stellen und könnte Arbeitsplätze sowie wirtschaftliche Spielräume gefährden. Viele Hamburger Gastronomen stehen weiterhin täglich vor hohen wirtschaftlichen Herausforderungen. Gerade die Praxis zeigt, dass die Gastronomie regelmäßig Schwankungen von benötigen Arbeitskräften ausgesetzt ist. Diese entstehen insbesondere durch saisonale Unterschiede, wechselnde Gästezahlen, kurzfristige Ausfälle von Mitarbeitern und tagesaktuellen Events. Um auf diese personellen Schwankungen angemessen reagieren und einen reibungslosen Betriebsablauf sicherstellen zu können, ist die Gastronomie in besonderem Maße auf die Flexibilität von Minijobs angewiesen. Der Minijob sollte zumindest im Gastrogewerbe als bewährtes Instrument erhalten bleiben, anstatt ihn grundsätzlich zurückzudrängen.“

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