Zur heutigen Vorstellung der Polizeilichen Kriminalstatistik für das vergangene Jahr erklärt Dennis Gladiator, innenpolitischer Sprecher der CDU-Fraktion: „Auch wenn es natürlich erfreulich ist, dass die Gesamtzahl der in der PKS erfassten Delikte rückläufig und die Aufklärungsquote gestiegen ist, darf die heutige Vorstellung nicht darüber hinwegtäuschen, dass Statistiken allein keine Sicherheit schaffen. Der brutale Mord in Wandsbek hat jüngst erneut auf erschütternde Weise gezeigt, dass jede noch so positiv präsentierte Zahl wertlos ist, wenn der Senat seiner zentralen Aufgabe, dem Schutz von Leben und körperlicher Unversehrtheit, nicht gerecht wird. Während sich Innensenator Grote für die Zahlen feiert, erleben viele Hamburger täglich das Gegenteil. Rund um den Hauptbahnhof, in St. Georg, im Umfeld des Drob Inn, am Jungfernstieg, im Phoenix-Viertel in Harburg, aber auch an vielen anderen Orten der Stadt, ist das Sicherheitsgefühl massiv beeinträchtigt. Offene Drogenszenen, Gewalt- und Begleitkriminalität sowie wiederholte Fälle von Messer- und Schusswaffengebrauch sind das Ergebnis jahrelanger sicherheitspolitischer Versäumnisse. Hamburg braucht einen klaren Kurswechsel. Statt Statistikdebatten braucht es endlich konsequentes Handeln: mehr sichtbare Polizeipräsenz, die Ausweitung von Waffenverbotszonen, einen stärkeren intelligenten Videoschutz und auch die Sicherung von öffentlichen Räumen wie z.B. Bahnhöfe. Vor allem aber gilt unmissverständlich: Einsparungen bei der Polizei darf es unter keinen Umständen geben. Wer in dieser Lage über Kürzungen zu Lasten des Personals oder der Ausstattung nachdenkt, handelt verantwortungslos. Mein Dank gilt den engagierten Polizeibeamten, die trotz politischer Fehlentscheidungen und hoher Belastung Tag für Tag für die Sicherheit der Hamburgerinnen und Hamburger sorgen!“
