Zur Meldung, dass die Hamburger Reederei Hapag-Lloyd 25 Prozent am Containerterminal Maasvlakte II im Rotterdamer Hafen übernimmt, erklärt Dr. Antonia Goldner, hafenpolitische Sprecherin der CDU-Fraktion: „Hamburgs Stammreederei Hapag-Lloyd investiert im direkten Konkurrenzhafen Rotterdam – das ist für unsere Stadt der nächste deutliche Schuss vor den Bug, doch der rot-grüne Senat schaut zu. Unser Hafen verliert nicht deshalb an Bedeutung, weil Rotterdam zu viel investiert, sondern weil Hamburgs seit über 15 Jahren SPD-geführter Senat zu wenig für die Wettbewerbsfähigkeit des Standorts tut.
Der Hafen ist Hamburgs wirtschaftliches Rückgrat. Trotzdem erleben wir seit Jahren Verzögerungen, Unsicherheit und fehlenden politischen Gestaltungswillen. Während andere Hafenstandorte wie Rotterdam Kapazitäten ausbauen und um die großen Reedereien werben, verwaltet der Senat den Status quo mit Sanierungsstau, Abfertigungsengpässen, zu hohen Kosten und leistet sich zu allem Überfluss das Risiko infrastruktureller Fiaskos.
Wenn Hamburger Unternehmen ihre Zukunft zunehmend außerhalb Hamburgs absichern, muss das beim Senat alle Alarmglocken schrillen lassen. Rotterdam macht vor, wie Hafenpolitik geht. Hamburg muss endlich wieder aufholen. Gerade angesichts der wieder rückläufigen Umschlagzahlen, der aktuellen Belastungen bei der HHLA und der lange bekannten strukturellen Probleme braucht der Senat eine klare Strategie. Rot-Grün muss jetzt erklären, wie Hamburg im Wettbewerb der europäischen Häfen bestehen will: mit einer klaren Wachstumsstrategie, leistungsfähiger Infrastruktur und Investitionen, die sich am internationalen Wettbewerb orientieren.“
