Heute hat Schulsenator Rabe seine Pläne zu den Schulöffnungen nach den Sommerferien vorgestellt. Diese sehen nur wenige Einschränkungen unter Einhaltung der Hygiene-Regeln vor.

Dazu erklärt Birgit Stöver, schulpolitische Sprecherin der CDU-Fraktion: „Erst eine Woche vor Ende der Sommerferien informiert der Senat über seine Pläne zu den Schulöffnungen. Das ist viel zu spät. Vor allem für die Schulen und die Träger der Ganztagsbetreuung ist der Zeitraum, in dem sie sich nun auf die neuen Vorgaben und deren Umsetzung vorbereiten müssen, äußerst gering bemessen. Außerdem fährt der Schulsenator mit seinen Plänen ein hohes Risiko. Jahrgangsstufen müssen getrennt werden, doch wie das gesichert funktionieren und wie die Lehrkräfte, Sozialpädagogen und Erzieher nicht durchmischt werden sollen, bleibt unklar. Das ist in der Praxis nur schwer möglich. Zudem umfasst eine Jahrgangsstufe schnell über 100 Schüler, was das Risiko einer schnellen Verbreitung des Corona-Virus stark erhöht.

Überzeugende Hygienekonzepte, die die CDU-Fraktion bereits vor den Ferien gefordert hat, fehlen ebenfalls. Während andere Bundesländer bereits vor Wochen Pläne zu den Schulöffnungen präsentiert haben, die verschiedene Modelle in Abhängigkeit der Zahl der Neuinfektionen vorsehen, legt Rot-Grün keinen Plan B vor. Angesichts der Gefahr, dass sich über Urlaubsrückkehrer aus Risikogebieten auch die Zahl der Neuinfektionen deutlich erhöht, ist es grob fahrlässig und naiv, keinen Plan B zur Hand zu haben, um bei Bedarf entsprechend schnell agieren zu können. Auch gibt es noch immer keine einheitlichen Lernplattformen und Qualitätsstandards für das E-Learning. Sollte dieses Instrument auf Grund des Infektionsgeschehens wieder verstärkt notwendig werden, ist die Schulbehörde nicht vorbereitet.

Insgesamt hat der Schulsenator die Sommerferien leider nicht genutzt, um Hamburgs Defizite an den Schulen in Corona-Zeiten zu beseitigen. Das ist für viele Schüler, Eltern und Lehrer enttäuschend.“