Das Impfzentrum in den Messehallten steht zwar bereit, doch noch fehlt der Impfstoff. Allerdings wird der Schwerpunkt zu Beginn gar nicht auf dem Impfzentrum, sondern auf den mobilen Impfteams liegen. Insgesamt ist es nicht nachvollziehbar, dass der Senat sich zu seinem Impfkonzept durchgehend stets sehr bedeckt hält. Die bisher veröffentlichten Informationen sind alles andere als zufriedenstellend und sorgen vor allem in der Gruppe der älteren Hamburger für Verunsicherung. Auch die Antworten des Senat auf eine Schriftliche Kleine Anfrage der CDU-Fraktion bestätigen dieses Bild. Die CDU-Fraktion fordert daher vom Senat mehr Informationen für Hamburger sowie ein Verkehrskonzept für das zentrale Impfzentrum und den zügigen Einsatz mobiler Impfteams, sobald ein Impfstoff zugelassen ist.

Dazu Stephan Gamm, gesundheitspolitischer Sprecher der CDU-Fraktion: „Gerade auf den mobilen Impfteams wird zu Beginn der Großteil der Verantwortung liegen. Wie die Ständige Impfkommission (STIKO) in ihrer Impfempfehlung deutlich machte, sollen zuerst Bewohner und Mitarbeiter von Senioren- und Altenpflegeheimen geimpft werden. Daher muss die Planung der mobilen Impfteams bereits stehen, sobald der Impfstoff verfügbar ist. Während die Beschäftigten von Notaufnahmen und in der medizinischen Betreuung von COVID-19 Patienten möglichenfalls direkt in den Krankenhäusern durch die Betriebsärzte geimpft werden, werden das Pflegepersonal in der ambulanten Altenpflege und Personen über 80 Jahre vermutlich als priorisierte Zielgruppen für das Impfzentrum in den Messehallen infrage kommen. Doch gerade für die Risikogruppe der über 80-Jährigen kommt die Anreise mit dem ÖPNV nur eingeschränkt infrage. Hinzu kommt, dass in dieser Altersgruppe viele Personen bereits in ihrer Mobilität eingeschränkt sind. Daher geht der Ansatz des Senats an der Realität dieser Gruppe vorbei, wenn der Senat in unserer Frage nach seinem Verkehrskonzept ausschließlich auf Busse und Bahnen verweist. Dies ist als Antwort auf die Bedürfnisse dieser Zielgruppe ungenügend und verdeutlicht die Dringlichkeit einer Erweiterung des Verkehrskonzeptes. Denkbar wäre eine Einbindung von Taxis und privaten Shuttleservices. Der Senat muss jetzt zügig alle Impfvorbereitungen abschließen, um das erforderliche Vertrauen zu schaffen und bei Zulassung unmittelbar mit dem Impfen beginnen zu können.“