Heute wurde bekannt, dass sich elf Klassen und ein Oberstufenkurs der Stadtteilschule Wilhelmsburg in präventiver Quarantäne befinden, da sie von einer infizierten Lehrkraft unterrichtet wurden. Die Lehrkraft war als Springerin in allen Klassen eingesetzt.

Vor diesem Hintergrund erklärt Birgit Stöver, schulpolitische Sprecherin der CDU-Fraktion:

„Noch immer herrscht Corona-Regelchaos an Hamburgs Schulen. Anstatt nach gut drei Wochen Regelbetrieb mit einem konkreten Konzept mit einheitlichen Regeln für Klarheit zu sorgen und transparent über das Vorgehen bei einem Corona-Fall an einer Schule zu informieren, sind unzählige Regeln und Dokumente im Umlauf. Bei der Umsetzung dieser Regeln lässt Schulsenator Rabe die Schulen und Lehrkräfte allein.

Es bleiben aus Sicht der CDU-Fraktion in dem konkreten Fall einige Fragen offen: Warum wurde die Lehrerin als Springerin in so vielen Klassen eingesetzt, wo doch eine Begrenzung der Kontakte vorgegeben ist? Warum befinden sich elf Klassen und der Oberstufenkurs der Stadtteilschule Wilhelmsburg in Quarantäne, wo die Lehrkräfte doch verpflichtet sind, Masken zu tragen, wenn sie im direkten Kontakt  (Abstand < 1,5 m) mit den Schülerinnen und Schülern sind?

Nur mit klaren Regeln kann und muss man diesen Einzelfallentscheidungen entgegentreten – wir brauchen endlich einen einheitlichen Corona-Reaktionsplan zwischen Gesundheits- und Schulbehörde. Nur so wird es ausreichend Klarheit und Unterstützung für die Schulen geben.“